Was sind die Folgen von Übergewicht und Fettleibigkeit?

Übergewicht und Fettleibigkeit reduzieren nicht nur die Lebensqualität des Einzelnen, sondern stellen für ihn eine ernste Bedrohung dar. Sie verursachen verschiedene chronische Erkrankungen - erhöhen also die Morbidität des Einzelnen -, und dadurch direkt eine Verkürzung der Lebenszeit – also eine Erhöhung der Sterblichkeitsrate also der Mortalität.


Durch den erhöhten Körperfettanteil ist das Risiko, das sogenannte metabolische Syndrom (Arterieller Hypertonus, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie) und seine Folgeerkrankungen (vorzeitige Arteriosklerose, Herzinfarkt, Herzschwäche, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen der Beine und kleinen Nerven mit Gefühlsstörungen/ -verlusten der Haut, Fettleber/ Leberfibrose/ Leberzirrhose) zu entwickeln, deutlich erhöht. Neben eben genannten Stoffwechselerkrankungen leiden übergewichtige bzw. fettleibige Menschen häufiger unter Gicht, an Gallenblasen/ -steinerkrankungen, an degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates z.B. mit Rücken-, Hüft- oder Kniebeschwerden, an dem sogenannten Schlaf-Apnoe-Syndrom oder an der Refluxerkrankung bei der Magensaft in die Speiseröhre zurückläuft und so zu Sodbrennen, einer chronischen Entzündung und Krebs der Speiseröhre führen kann.

Übergewichtige und adipöse Männer leiden häufig unter einer Vergrößerung ihrer Brust, Frauen können unfruchtbar werden. Übergewicht und Fettleibigkeit scheinen zusätzlich mit bestimmten Krebserkrankungen im Zusammenhang zu stehen. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen erscheinen bei Übergewichtigen/ Fettleibigen gehäuft aufzutreten. Insgesamt ist damit die Lebenserwartung eines Übergewichtigen bzw. Adipösen signifikant gegenüber der eines Normalgewichtigen verkürzt.